© ×
Nathalie Sternalski
Hervé Koubi
Gastcompagnie
Die Compagnie Hervé Koubi gilt als eine der spannendsten zeitgenössischen Tanzcompagnien Frankreichs und ist im Rahmen der 51. Hamburger Ballett-Tage zum ersten Mal in Hamburg zu erleben. Im Zentrum des Gastspiels steht das international gefeierte Werk Ce Que Le Jour Doit À La Nuit (Die Schuld des Tages an die Nacht).
Das Stück
- Spielstätte Staatsoper, Großes Haus
- Altersempfehlung Ab 14 Jahre
Eine persönliche Spurensuche: Hervé Koubi und Ce Que Le Jour Doit À La Nuit
Der künstlerische Leiter Hervé Koubi, ein promovierter Pharmazeut mit algerischen Wurzeln, schlug nach seinem Studium in Aix-Marseille und Cannes eine Laufbahn als Tänzer und Choreograf ein. In seinem Werk Ce Que Le Jour Doit À La Nuit, das auf der gleichnamigen Novelle von Yasmina Khadra basiert, setzt er sich intensiv mit seiner eigenen Geschichte auseinander. Koubi, der als in Frankreich geborenes Kind seine wahre Identität und die seiner Eltern erst spät entdeckte, beschreibt seinen künstlerischen Ansatz fast wie die Reise eines Suchenden: „Ich fühle wie ein Orientalist des 19. Jahrhunderts, der nach Algerien kommt, um seinen Phantasien des Orients Leben einzuhauchen.“
Für dieses Stück castete Koubi in Algier zwölf Tänzer aus Algerien, Marokko und Burkina Faso, von denen zuvor noch keiner auf einer Bühne gestanden hatte. Die Gruppe besteht überwiegend aus Streetdancern und Hip-Hoppern, die eine völlig eigene, kraftvolle Bewegungssprache entwickelt haben und sich durch eine unvergleichliche Athletik und Grazie auszeichnen. Auf der Bühne zelebrieren die akrobatischen Tänzer – mit nacktem Oberkörper und in stilisierte, bodenlange Lendenschurze gekleidet – ein kämpferisches Ritual zwischen aufregender Virtuosität und spiritueller Sammlung.
Begleitet wird die 65-minütige Performance von einer Klanglandschaft, in der nordafrikanische Klänge zunehmend von westlicher Musik bedrängt werden. Das Zusammenspiel von Licht, Stoffen und den athletischen Körpern lässt die „Seele Nordafrikas“ auf der Bühne erblühen.
Der künstlerische Leiter Hervé Koubi, ein promovierter Pharmazeut mit algerischen Wurzeln, schlug nach seinem Studium in Aix-Marseille und Cannes eine Laufbahn als Tänzer und Choreograf ein. In seinem Werk Ce Que Le Jour Doit À La Nuit, das auf der gleichnamigen Novelle von Yasmina Khadra basiert, setzt er sich intensiv mit seiner eigenen Geschichte auseinander. Koubi, der als in Frankreich geborenes Kind seine wahre Identität und die seiner Eltern erst spät entdeckte, beschreibt seinen künstlerischen Ansatz fast wie die Reise eines Suchenden: „Ich fühle wie ein Orientalist des 19. Jahrhunderts, der nach Algerien kommt, um seinen Phantasien des Orients Leben einzuhauchen.“
Für dieses Stück castete Koubi in Algier zwölf Tänzer aus Algerien, Marokko und Burkina Faso, von denen zuvor noch keiner auf einer Bühne gestanden hatte. Die Gruppe besteht überwiegend aus Streetdancern und Hip-Hoppern, die eine völlig eigene, kraftvolle Bewegungssprache entwickelt haben und sich durch eine unvergleichliche Athletik und Grazie auszeichnen. Auf der Bühne zelebrieren die akrobatischen Tänzer – mit nacktem Oberkörper und in stilisierte, bodenlange Lendenschurze gekleidet – ein kämpferisches Ritual zwischen aufregender Virtuosität und spiritueller Sammlung.
Begleitet wird die 65-minütige Performance von einer Klanglandschaft, in der nordafrikanische Klänge zunehmend von westlicher Musik bedrängt werden. Das Zusammenspiel von Licht, Stoffen und den athletischen Körpern lässt die „Seele Nordafrikas“ auf der Bühne erblühen.